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BIM gemeinsam voranbringen: Brandenburgs Behörden im Austausch

- Erschienen am 16.09.2026
BIM_Praxisforum 2026 @Stabsstelle_BIM

Rund 90 Teilnehmende, zehn Arbeitsgruppen, zahlreiche Perspektiven und eine zentrale Erkenntnis: BIM gelingt vor allem dann, wenn Wissen geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und Herausforderungen offen angesprochen werden. Beim zweiten BIM-Praxisforum Brandenburg kamen am 15. September 2026 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Behörden, Hochschulen und Institutionen zusammen, um genau darüber zu sprechen.

Nach dem Auftakt im Jahr 2025 beim Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) übernahm in diesem Jahr erstmals der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS) die Ausrichtung des Praxisforums. Damit wurde der behördenübergreifende Austausch zur Einführung und Anwendung von Building Information Modeling in Brandenburg fortgesetzt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Vorstandsvorsitzenden des LS, Mike Koehler. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL), des Landesamtes für Bauen und Verkehr Brandenburg (LBV), des BLB, des Landesamtes für Umwelt Brandenburg (LfU), des Landesrechnungshofs Brandenburg, der Fachhochschule Potsdam, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sowie des LS.

Nicht nur zuhören, sondern mitmachen

Das BIM-Praxisforum war bewusst anders angelegt als eine klassische Fachtagung. Statt langer Vortragsreihen standen Begegnung, Diskussion und gemeinsames Arbeiten im Mittelpunkt. Den Einstieg machte ein BIM-Speed-Dating, bei dem die Teilnehmenden schnell und unkompliziert miteinander ins Gespräch kamen. Einen Impuls für die praktische Umsetzung gab anschließend Jens-Uwe Ambos, Autor beim buildingSMART-Verlag, der Beispiele Erfahrungen ganz konkret vorstellte. In seiner Keynote „BIM ‚einfach‘ machen und BIM einfach ‚machen‘“ zeigte er Perspektiven auf, wie BIM vom Anspruch zur gelebten Praxis werden kann. Danach wurde es kurz, pointiert und abwechslungsreich: Im Format „Höhle der Löwen“ stellten acht Pitcherinnen und Pitcher aus den beteiligten Institutionen ihre BIM-Projekte vor – jeweils in maximal drei Minuten. Beim anschließenden Gallery Walk konnten die Teilnehmenden die vorgestellten Themen vertiefen, Fragen stellen und neue Kontakte knüpfen.

Gemeinsam an den Herausforderungen arbeiten

Besonders viel Raum nahm die gemeinsame Arbeit in zehn Arbeitsgruppen ein. Diskutiert wurde entlang der fünf Dimensionen Mensch, Technik, Prozesse, Standards und Wissen. Dabei ging es nicht nur um die Frage, was bei der BIM-Einführung bereits funktioniert. Ebenso wichtig war der Blick auf die Herausforderungen: Wo liegen Hemmnisse? Was braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung? Und welche Erfahrungen können andere Institutionen nutzen? Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden anschließend zusammengeführt und im Plenum vorgestellt.

Für einen lebendigen Abschluss sorgte die Fishbowl-Diskussion „Der heiße BIM-Stuhl“. Behördenvertreterinnen und -vertreter diskutierten gemeinsam mit wechselnden Teilnehmenden aus dem Publikum. So konnten unterschiedliche Sichtweisen unmittelbar eingebracht und Lösungsansätze gemeinsam weiterentwickelt werden.

Ein Netzwerk, das weiterwächst

Das zweite BIM-Praxisforum hat gezeigt, wie wertvoll der Austausch über Organisations- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg ist. Denn die Einführung von BIM ist nicht allein eine technische Aufgabe. Sie betrifft Menschen, verändert Prozesse, erfordert gemeinsame Standards und schafft neue Anforderungen an Wissen und Zusammenarbeit.

Das Praxisforum bietet dafür eine Plattform – und schafft Raum für das, was im Arbeitsalltag oft fehlt: den offenen Austausch über Erfahrungen, Erfolge und Schwierigkeiten.

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Datum
16.09.2026