Dialogforum Bundesfernstraßen
- Erschienen amAm 27. März 2026 fand das Dialogforum Bundesfernstraßen Digital als Hybridveranstaltung im Bundesministerium für Verkehr in Berlin statt. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) war gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg sowie weiteren Partnern sowohl vor Ort als auch online aktiv vertreten.
„Deutschland wird BIM-Land.” – dieser Satz von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder setzte im Rahmen der Veranstaltung ein klares politisches Signal und unterstrich die zunehmende Verankerung von Building Information Modeling (BIM) als Regelprozess im Infrastrukturbereich.
Ein besonderer Fokus lag auf der Podiumsdiskussion zum Thema BIM, an der die Stabsstellenleitung, Frau Brandenburg, teilnahm. Aus Sicht des MIL wurde dabei insbesondere die strategische Rolle einer landesweit einheitlichen Datenumgebung hervorgehoben. Frau Brandenburg berichtete über die erfolgreichen Fortschritte bei der Bereitstellung einer Common Data Environment (CDE), die durch das MIL den Brandenburgischen Landeseinrichtungen – darunter der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS), der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB), das Landesamt für Umwelt (LfU) sowie die Fachhochschule Potsdam – zur Verfügung gestellt wird und perspektivisch weiteren Akteuren geöffnet werden soll. Dies stellt einen wesentlichen Meilenstein für die ressortübergreifende Zusammenarbeit und die Digitalisierung im Land Brandenburg dar.
Im Rahmen des Dialogforums präsentierten das MIL und seine Partner zudem konkrete Praxisbeispiele, darunter die (Nach-)Modellierung von Bestandsbauwerken mittels 3D-Laserscanning und erste Anwendungen des Digitalen Zwillings. Ergänzt wurde dies durch digitale Formate für Online-Teilnehmende der Digital-Dialoginseln – wie den BIM-Container „BIGBIMROOM“, der innovative Ansätze für Planung und Umsetzung veranschaulicht, sowie durch Erfahrungen aus dem BIM-Pilotprojekt Ortsumgehung B 87 Markendorf.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Digitalisierung der Straßeninfrastruktur nur durch klare Standards, interoperable Datenstrukturen und eine nachhaltige Datenpflege gelingen kann. Gleichzeitig wurde die Bedeutung einer engen, institutions- und länderübergreifenden Zusammenarbeit hervorgehoben.
Das Dialogforum lieferte damit wichtige Impulse für die weitere strategische Ausrichtung des MIL im Bereich BIM und Digitalisierung und bestätigte den eingeschlagenen Weg hin zu einer zukunftsfähigen, datenbasierten Infrastrukturentwicklung in Brandenburg.
